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Fubajo - die Zweite!

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SVH-Trainer Ralf Schmitt über sein ungeschlagenes Team

„Die Jungs sind inzwischen reif genug“

Als Ralf Schmitt die Mannschaft des SV Hallstadt vor knapp 3 Jahren in der Kreisliga übernommen hatte, war die Truppe bereits abgeschlagen in aussichtsloser Position und so gut wie abgestiegen. Der Weg der Mannschaft führte somit aus der BOL direkt in die Kreisklasse, die Stimmung im Verein war dementsprechend kurz vor dem Nullpunkt. Trotz des fast schon besiegelten Abstiegs gelang es den Vereinsverantwortlichen, den heute 44jährigen Schmitt als Trainer an den Maastümpfl zu holen.

Keine Spur mehr von den glorreichen Landesligazeiten des Traditionsvereins, die Schmitt selbst als Spieler miterlebte. Seine erste Trainerstation war zuvor der FC Oberhaid gewesen. Diesen führte er von der KK in die KL und ließ danach seinen Heimatverein SV Hallstadt – trotz der relativ aussichtslosen Bedingungen und angedachter persönlichen Fußballpause - nicht im Stich. Was der ehemalige Bayernligaspieler des Vfl Frohnlach inzwischen aus diesem sich damals am Scheideweg zwischen Gut und Böse befindlichen Verein gemacht hat, kann sich absolut sehen lassen. Der C-Lizenz-Inhaber und langjährige Stützpunkttrainer formte aus jungen, talentierten Spielern ein neues, hungriges und lernwilliges Team und verpasste bereits im Vorjahr nur knapp den Aufstieg. Gerne erinnern sich die Fußballfreunde des Landkreises an dieser Stelle an die beiden berühmt-berüchtigten Entscheidungsspiele gegen die SpVgg Trunstadt. Heute steht der SV Hallstadt souverän an der Tabellenspitze der KK1. Fubajo hat sich mit dem in Oberhaid wohnhaften Familienvater (verheiratet mit seiner Uli, Sohn Dominik ist A-Jugendspieler beim 1. FC N) über seinen Verein unterhalten.

Fubajo: Hallo Ralf, 17 Spiele, 16 Siege und 1 Unentschieden. Dazu eine beeindruckende Tordifferenz von 87:13. Ihr stellt mit Abstand den besten Angriff und die stärkste Abwehr. Mal ehrlich, wer soll euch die Meisterschaft noch streitig machen?
Schmitt
: „Wenn wir vom Verletzungspech verschont bleiben und auch sonst nichts ausgewöhnliches passiert, dürfte eigentlich wirklich nichts dazwischen kommen. Wir nehmen trotzdem jedes Spiel sehr ernst und unterschätzen keinen Gegner.“


Fubajo: Wie hältst Du bei diesem Vorsprung die Spannung oben? Besteht die Gefahr, dass bei einem eventuellen Negativerlebnis die Stimmung/Leistung kippt oder ist das Team reif genug, die Saison auf diesem Niveau durchzuziehen?
Schmitt
: „Die Jungs sind inzwischen reif genug! Im Nachhinein haben die beiden verloren gegangenen Entscheidungsspiele am Ende der letzten Saison das Team positiv geprägt. Wir besitzen nun den unbedingten Willen, treten selbstbewusst und entschlossen auf und haben auch dazugelernt.“


Fubajo: Kurzfristiges Ziel Kreisliga, klar! Kann beim SVH auch wieder etwas zusammen wachsen, was an die ehemaligen Zeiten herankommt, als man sportlich gute Jahre in der LL/BOL erlebte?
Schmitt:
„Kurzfristig wollen wir in die KL, richtig. Sollte das Team zusammen bleiben und vielleicht noch 1 bis 2 erfahrene Spieler dazu kommen, werden wir dort auch bestehen. Langfristig sehe ich die Bezirksliga als sehr interessante Spielklasse mit vielen Derbys und gutem Fußball. Die Mannschaft kann sich diese Liga – vorausgesetzt die Jungs bleiben zusammen – nach 1 bis 2 weiteren Entwicklungsjahren durchaus als Ziel setzen.“


Fubajo: Auf welchen Positionen müsstet ihr nachbessern?
Schmitt:
„Wir sind komplett richtig gut aufgestellt. Aufgrund der beruflich bedingten Abwesenheit von Mario Seufert müssen wir ab und zu auf der linken Seite etwas ausprobieren bzw. umstellen. Wir werden aber versuchen, dies intern zu lösen und haben richtig gute Youngsters hinten dran. Schließlich soll die Jugendarbeit dann ja auch in der 1. Mannschaft saftige Früchte tragen.“


Fubajo: Gibt es auch Probleme oder läuft zur Zeit alles rund beim SV Hallstadt?
Schmitt:
„Der Erfolg bringt natürlich immer eine gute allgemeine Stimmung mit sich. Außerdem finden wir ein nahezu perfektes Umfeld vor. Mit dem Kunstrasen-Spielfeld, dem Sportheim sowie der Sauna gegenüber, die wir nutzen dürfen, finden wir einen tollen Rahmen vor und tragen dann unseren Teil auf dem Spielfeld bei. Die Jungs wissen, was sie hier für tolle Bedingungen haben. Trainingsbeteiligung, Zuschauerresonanz auch bei Auswärtsspielen - momentan passt einfach Vieles und alle haben das große Ziel Aufstieg!“


Fubajo: Wie viele Spiele wird Deine Mannschaft am Ende gewonnen haben, immerhin seid Ihr noch ungeschlagen und konntet erst eine Partie nicht gewinnen. Wer waren die stärksten Gegner bisher?
Schmitt:
„Wenn die Mannschaft den Leistungsstand hält – wovon ich ausgehe – hat es jedes Team schwer gegen uns. Die stärksten Kontrahenten waren bisher die DJK Gaustadt, als meine Mannschaft in Unterzahl das Spiel noch gedreht und 4:2 gewonnen hat, und der ASV Reckendorf.“ (1:1, Anm. d. Red.)


Fubajo: Wie kam es überhaupt dazu, dass Du diesem Verein, der seit dem Abstieg aus der BOL ja nur negative sportliche Schlagzeilen machte, als Trainer übernommen hast?
Schmitt:
„Ich wollte nach meiner Tätigkeit beim FC Oberhaid eigentlich ein Jahr Pause einlegen. Die Verantwortlichen des SVH waren aber sehr hartnäckig und nach einigen Gesprächen nahm ich diese Herausforderung - auch aufgrund meiner Vereinsverbundenheit - an. Ich habe die Mannschaft dann deutlich verjüngt, auf die unerfahrenen jungen Spieler gesetzt und diese zum Teil A-Jugend-spielberechtigten Jungs für die 1. Mannschaft freigemacht. Diese Philosophie trägt langsam die erhofften Früchte. An dieser Stelle ein dickes Dankeschön an Spielleiter Stefan Endres und Betreuer Robert Mirwald, auf die ich mich immer verlassen kann und mich bei allem super unterstützen.“


Fubajo: „Ralf, danke für dieses Gespräch und weiterhin alles Gute!“
Schmitt:
„Danke auch, kein Problem!“
(sr)

 

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